Ultraschallunterstützte Fettabsaugung (Liposuction) in Tumeszenz-Lokalanästhesie

Sehr verehrte Patientin,
sehr geehrter Patient,

die Fettabsaugung ist ein Verfahren, um Ihre Form bzw. Körpersilhouette zu optimieren. Einmal abgesaugte Fettzellen wachsen nicht mehr nach. Empfehlenswert sollte bei übergewichtigen Patientinnen/Patienten eine Diät der Fettabsaugung vorausgehen, da diese Methode eine Gewichtsreduktion nicht zwingend bewirkt.

Der Tumeszenz-Lokalanästhesie (tumescere, Lat. : aufblasen, Lokalanästhesie: örtliche Betäubung) kommt eine zentrale Bedeutung zu. Diese Methode ermöglicht eine schmerzfreie gewebeschonende Fettabsaugung ohne Vollnarkose.

Das Absaugen

Kleine 3 - 10 mm lange Hautschnitte werden unter örtlicher Betäubung vorgenommen, sodass ausreichende Mengen der Tumeszenz-Lokalanästhesie in das Unterhautfettgewebe Mithilfe einer langen stumpfen Nadel maschinell verteilt werden können. Nach der Tunnelung der Fettschicht mit der ultraschallunterstützten Absaugkanüle erfolgt das anschließende Absaugen der öligen Fettzellen unter Schonung der Gefäße und Nerven. Die ultraschallunterstützte Kanüle erzeugt Schwingungen, die eine Implosion der Fettzellen bewirkt.

Das Resultat

Unmittelbar nach der OP ist ein akzeptables Ergebnis evident, wobei das endgültige Resultat spätestens nach sechs Monaten erkennbar ist. Eine spezielle Miederhose ist vier Wochen lang nach Liposuction zu tragen. Bei späterer Gewichtszunahme bleibt die erreichte Körperform bestehen.

Indikationen

Das Fettabsaugen eignet sich für gesunde nicht stark übergewichtige Personen, deren genetisch bedingte Körperform (z. B. Reiterhosen, Bauch usw.) weder durch Diät, dauerhafte Nahrungsumstellung oder gezieltes Training, in gewünschter Weise zu beeinflussen ist.

Kontraindikationen

Starker Nikotinkonsum, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankung, Nierenfunktionsstörung, psychisch belastete Menschen, Essstörung, Magersucht usw.

Risiken

Allgemeine Risiken wie bei üblichen chirurgischen Eingriffen, allergische Reaktionen und äußerst selten Thrombosen- sowie Lungenembolien. In den USA sind Todesfälle nur in Kombination mit Vollnarkosen bekannt bzw. beim Absaugen von über 10 Litern Fettflüssigkeit.

In jüngster Zeit kam es leider auch in Deutschland zu Todesfällen.

Fallbeispiel 1

Fallbeispiel 2

Fallbeispiel 3