Detaillierte Ultraschalluntersuchung sowie Dopplersonographie im Rahmen fetaler Fehlbildungsdiagnostik

(DEGUM-II-Zertifizierung seit 1995)

Es handelt sich hierbei um eine Fehlbildungsabklärung des Ungeborenen durch eine spezielle Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft. Mithilfe dieses hochauflösenden Ultraschallgerätes lassen sich Organveränderungen sowie Abweichungen normaler Befunde in der Fruchtblase und am Ungeborenen rechtzeitig erkennen und daraus resultierend, erforderliche Maßnahmen einleiten.

Auch Gefäßveränderungen sind mittels Blutflussgeschwindigkeitsdaten (Doppler) von Bedeutung, da solche Ergebnisse Rückschlüsse auf die Prognose, Wachstumsfähigkeit und Zustand eines Feten ermöglichen können. Des Weiteren können Herzfehler erkenntlich gemacht werden.

Neben den herkömmlichen 2-dimensionalen Ultraschallbilder gibt es seit einiger Zeit eine weitere Entwicklung dieser Technologie.
Diese neue Ultraschalltechnologie wird als 3-dimensional (3-D) bezeichnet.
Solche Bilder zeichnen sich durch ihren deutlichen Bildaufbau und hervorragende Qualität aus. Es gibt sowohl die Oberflächen- als auch die Skelettpräsentation im Rahmen dieses Verfahrens. Diese Bilder sind jedoch nur als Ergänzung zu den 2-D Bildern zu betrachten, auch wenn sie fast Schwarz-Weiß-Fotos ähneln.

Zur Veranschaulichung siehe die sogenannten vier W's :

 

Wozu eine Fehlbildungsdiagnostik des Ungeborenen durch spezielle Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft?

Mithilfe der speziellen Ultraschalldiagnostik lassen sich Auffälligkeiten im Frühstadium erkennen. Diese Untersuchung ermöglicht eine geplante Entbindung sowie Klärung des Entbindungsmodus in entsprechenden Zentren. Auch im Mutterleib können manche Feten, je nach Befund, in geeigneten Krankenhäusern therapiert werden. Hierdurch lassen sich evtl. unnötige Schwangerschaftsabbrüche vermeiden, die sonst durch unzureichende diagnostische Möglichkeiten durchgeführt worden wären. Eine genaue Abklärung ist entscheidend für die daraus resultierende therapeutische Möglichkeit.

 

Wann ist ein Fehlbildungsscreening sinnvoll?

Diese Untersuchung ist nicht nur für über 35-jährige Patientinnen sinnvoll, sondern gerade für die s. g. Nicht-Risikogruppe (unter 35-jährige Frauen) von Bedeutung.

Laut Statistik sind über 80% der fetalen Fehlbildungen gerade bei Müttern unter 35 Jahren zu entdecken!
Um so wichtiger ist es, individuelle Risikofaktoren vor und während einer Schwangerschaft sowie sonographische Hinweise zu berücksichtigen, um eine solche Untersuchung, wenn medizinisch erforderlich, zu veranlassen. Wer den Wunsch einer Patientin im Hinblick auf Ultraschallabklärung ignoriert, sollte die möglichen Konsequenzen nach der Geburt nicht außer Acht lassen.
Nichtsdestotrotz ist diese detaillierte Sonographie keine Routineuntersuchung!

 

Welche Patientinnen kommen in Frage?

1. Mehrlingsschwangerschaften.
2. Von der Norm abweichende Kindslage.
3. Abklärungsbedürftige Befunde bei der in der Praxis durchgeführten Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung.
4. Zustand nach Sterilitätsbehandlung und künstlicher Befruchtung.
5. Krampfanfall vor und/oder während der Schwangerschaft mit medikamentöser Einstellung.
6. Zuckerkranke Schwangere (Diabetikerinnen).
7. Nikotin-, Alkohol-, Drogenkonsum usw.
8. Fehlbildungen im engeren Verwandtenkreis oder bei Patientinnen selbst.

Leider lassen sich nicht alle Beispiele auflisten, zumal diese Liste einer ständigen Erweiterung unterliegt.

 

Was sind die Vorteile dieser speziellen Ultraschalldiagnostik?

Der Hauptvorteil dient der Chance einer Früherkennung von Funktionsstörungen sowie Fehlbildungen des Ungeborenen in einem Stadium, in dem das therapeutische Eingreifen die weitere normale Organentwicklung im Mutterleib ermöglicht. Hierdurch haben die betroffenen Feten nach der Geburt eine günstigere Ausgangssituation.

3-D Ultraschall als ergänzende Untersuchungsoption ermöglicht mit seiner fast fotoähnlichen Bilddokumentation eine Intensivierung der Mutter-Kind-Beziehung. Auch der werdende Vater kann durch solch für sich sprechende Bilder enger ins Geschehen mit einbezogen werden. Selbst bei einem auffälligen Befund mit realer Überlebenschance sinkt die Bereitschaft der werdenden Eltern zum Schwangerschaftsabbruch. Voraussetzungen zur Durchführung der 3-D Sonographie: Schwangerschaftsalter ab 20.Woche, ausreichendes Fruchtwasserdepot, keine ausgeprägte Übergewichtigkeit der Patientin, günstige Kindslage sowie kein zappelndes Baby (Jogging Fetus).